Das Teams „Inter­nal Sys­tem Admi­nis­tra­ti­on“ (Kan­ban) der XING AG hat auf der Kon­fe­renz SEACON 2010 live eine Retro­spek­ti­ve durch­ge­führt und dabei mit dem Kon­zept des Reflec­ting Teams gear­bei­tet.

In mei­ner Aus­bil­dung zur sys­te­mi­schen Bera­te­rin habe ich eini­ge inter­es­san­te Werk­zeu­ge ken­nen­ge­lernt, deren Anwen­dung ich mir sehr gut in den Arbeits­sys­te­men der IT und damit mei­ne ich nicht nur im agi­len Umfeld, vor­stel­len kann. Seit Anfang 2010 ver­su­che ich mich inten­si­ver dar­an, das ein oder ande­re Werk­zeug auf typi­sche Arbeits­si­tua­tio­nen unse­res IT-Umfeldes anzu­pas­sen und expe­ri­men­tell aus­zu­pro­bie­ren, um für einen Trans­fer zu sor­gen. Ziel ist es, mei­ne zu Anfang genann­te Hypo­the­se zu über­prü­fen: Stellt das Werk­zeug einen Gewinn dar oder nicht? Mit Gewinn mei­ne ich, ist das Werk­zeug mit sei­nen Inter­ven­tio­nen in unse­rer Arbeits­welt wir­kungs­voll.

In die­sem Zusam­men­hang habe ich auf der SEACON 2010 erst­mals live wäh­rend einer Retro­spek­ti­ve des real exis­tie­ren­den XING-Teams „Inter­nal Sys­tem Admi­nis­tra­ti­on“ den Ein­satz eines Reflec­ting Teams aus­pro­biert. Das Team bestehend aus Oli­ver Stoldt, Bjar­ne San­der, Sebas­ti­an Schnei­der, Car­lo Hohen­brink und Team­lei­ter Kai Lip­pok geht nach Kan­ban vor. Der Kon­takt kam über Susan­ne Rep­pin, eben­falls von XING AG zustan­de. Nach unse­rem ers­ten gemein­sa­men Gespräch hat sich das Team spon­tan bereit erklärt, eine Retro­spek­ti­ve auf der SEACON vor Publi­kum durch­zu­füh­ren.

Was hat mich moti­viert, das Reflec­ting Team aus­zu­pro­bie­ren?

Die Metho­de des Reflec­ting Teams wur­de von Tom Ander­sen ent­wi­ckelt und wird in der sys­te­mi­schen The­ra­pie ver­wen­det. Die Grund­struk­tur besteht dar­in, dass eine Tren­nung zwi­schen einem gecoach­ten Sys­tem (hier: Kanban-Team) und einem beob­ach­te­ten Sys­tem (hier: Reflec­ting Team) her­ge­stellt wird. Dabei betei­ligt sich das Reflec­ting Team nicht aktiv am Gespräch, son­dern wird durch zu einem bestimm­ten Zeit­punkt auf­ge­for­dert nach bestimm­ten Regeln zu reflek­tie­ren. Auf die­se Wei­se kann eine zusätz­li­che Beob­ach­tungs­ebe­ne und Außen­per­spek­ti­ve erzeugt und genutzt wer­den, um die Refle­xi­ons­fül­le an Erkennt­nis­sen zu erhö­hen und die­se wie­der dem Pro­jekt­team zugu­te kom­men las­sen.

Die­se Refle­xi­ons­fül­le, die mei­nes Erach­tens durch die wert­schät­zen­de Rück­kopp­lung der exter­nen Betrach­tung aus­ge­löst wird, begeis­tert mich in mei­ner Arbeit immer wie­der.

Die Live-Präsentation haben wir mit­ge­filmt und auf 4 Fil­me auf­ge­teilt. Ich bedan­ke mich für den muti­gen Ein­satz sei­tens des Teams und die Frei­ga­be des Film­ma­te­ri­als sei­tens der XING AG.

Film-Besetzung:

Kanban-Team: Oli­ver Stoldt, Bjar­ne San­der und Car­lo Hohen­brink als Team­mit­glie­der.

Der Kanban-Coach und Team­lei­ter Kai Lip­pok wur­de von Susan­ne Rep­pin, Seni­or Pro­ject Mana­ge­rin ver­tre­ten von XING AG.

Reflec­ting Team: Mar­kus Wit­ter und Bernd Oes­te­reich von oose Inno­va­ti­ve Infor­ma­tik GmbH.

Mode­ra­ti­on & Lei­tung: Clau­dia Schrö­der

Und nun „Film ab“ http://vimeo.com/album/1487572