Pecha Kucha-Vortrag am 04.02.2014 auf der OOP-Konferenz 2014 in Mün­chen

Was haben NoS­QL, Adap­ti­ve Case Mgmt., SW-Craftmanship, agi­les BPMN, agi­le SW-Architektur, Design Thin­king, Scrum, dyna­mi­sche Orga­ni­sa­tio­nen, Indus­trie 4.0 und Soft Skills gemein­sam? Genau: alle üben, mit dem Unplan­ba­ren gut umzu­ge­hen.
Bernd Oes­te­reich lädt sei­ne Kol­le­gen zu einer Pecha Kucha-Kurzvortragsserie, die jedes The­ma kurz auf den Punkt brin­gen und am Ende zei­gen, wie es doch immer um den Umgang mit Kom­ple­xi­tät und Dyna­mik geht. Nut­zen Sie die ein­ma­li­ge Mög­lich­keit, mit einem Schlag ver­schie­de­ne Trend-Themen eben­so wie das gro­ße Gan­ze kurz­wei­lig ken­nen zu ler­nen.

Ziel­pu­bli­kum: alle
Vor­aus­set­zun­gen: Kennt­nis­se: was ist Agi­li­tät?
Schwie­rig­keits­grad: Anfän­ger

Sie ler­nen:
Über­blick über wich­ti­ge Trend­the­men und was das mit dem Kon­fe­renz­mot­to der OOP 2014 zu tun hat.

Aus­führ­li­che Beschrei­bung:
In ver­schie­de­nen Berei­chen der Infor­ma­tik und der Gesell­schaft ins­ge­samt kön­nen wir gera­de einen Megatrend/Paradigmenwechsel beob­ach­ten: wir suchen nach Wegen und üben uns dar­in, mit den Unplan­ba­ren und Unvor­her­seh­ba­ren gut umzu­ge­hen.
1. In unse­rer Bran­che begann dies mit der agi­len Bewe­gung (Scrum, APM), bei der es u. A. dar­um ging, wäh­rend der Pro­jekt­lauf­zeit unge­plan­te inhalt­li­che Ände­run­gen will­kom­men zu hei­ßen. Die­ses The­ma stel­len wir aber NICHT vor, da wir es als all­ge­mein bekannt vor­aus­set­zen.
2. Im Geschäfts­pro­zess­ma­nage­ment gibt es das gera­de popu­lär wer­den­de The­ma Adap­ti­ve Case Manage­ment – Dabei geht es dar­um, schwach struk­tu­rier­ba­re Pro­zes­se, deren genau­er Ablauf nicht von Vorn­her­ein bestimmt wer­den kann, inner­halb ansons­ten defi­nier­ter Geschäfts­pro­zes­se zu inte­grie­ren. Pas­sen­der­wei­se heißt sogar ein Buch zum The­ma (von Keith D. Swen­son (Hrsg.)) “Mas­te­ring the Unpre­dic­ta­ble”.
3. Die NoSQL-Bewegung kennt unter­schied­li­che Moti­va­tio­nen. Neben Performance-Aspekten bei gro­ßen Daten­men­gen, spe­zi­el­len Daten­or­ga­ni­sa­tio­nen (Geo- und Netzwerk-Graphen) exis­tiert der Zweig der sche­ma­va­ri­an­ten oder sche­ma­frei­en Daten­ban­ken. Auch hier geht es um Fle­xi­bi­li­tät und dar­um, das DB-Schema nicht im Vor­hin­ein fest­zu­schrei­ben.
4. Bei der Soft­ware Craftsmanship-Bewegung geht es um die Besin­nung auf hand­werk­li­ches Kön­nen statt dem Fol­gen fer­ti­ger Engineering-Prozesse in der Soft­ware­ent­wick­lung. Damit kön­nen kom­ple­xe Zusam­men­hän­ge und dyna­mi­sche Situa­tio­nen bes­ser gehand­habt wer­den, bspw. weil sau­be­rer Code eine gehö­ri­ge Por­ti­on spä­te­rer Über­ra­schun­gen gut ver­kraf­tet.
5. Auch die Ansät­ze zu agi­len SW-Architekturen und
6. agi­lem BPM berüh­ren das Kern­the­ma.
7. Design Thin­king ist gar ein Ansatz, Unvor­her­seh­ba­res sys­te­ma­tisch zu pro­du­zie­ren.
8. Dyna­mi­sche Orga­ni­sa­tio­nen sind die Ant­wort auf das zuneh­men­de Ver­sa­gen tay­lo­ris­ti­scher Arbeits­or­ga­ni­sa­tio­nen und dem Tren­nen des Denkens/Entscheidens vom Handeln/Ausführen. Hier geht es dar­um, mit­tels erhöh­ter Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on Unter­neh­men robus­ter gegen­über Umge­bungs­ver­än­de­run­gen (Markt­druck) zu machen.
9. Auch beim The­ma Indus­trie 4.0 wird die Wand­lungs­fä­hig­keit, star­ke Indi­vi­dua­li­sie­rung und Fle­xi­bi­li­sie­rung der indus­tri­el­len Pro­duk­ti­on pro­pa­giert.
10. Die gestie­ge­ne Akzep­tanz von und Nach­fra­ge nach Soft Skills hat mei­nes Erach­tens eben­falls etwas mit die­sem Mega­trend zu tun. Kom­ple­xe, dyna­mi­sche und unvor­her­seh­ba­re Situa­tio­nen erfor­dern von den betei­lig­ten Men­schen eine höhe­re Kommunikations-, Entscheidungs- und Kon­flikt­kom­pe­tenz. Ver­trau­en in der beruf­li­chen Kol­la­bo­ra­ti­on und Koope­ra­ti­on ist ein Hebel und Wett­be­werbs­vor­teil, unkla­re Situa­tio­nen den­noch zügig zu bewäl­ti­gen.