Moritz Ave­nar­ius, Clau­dia Schröder, Dr. Stephan Raimer, Bernd Oestere­ich:
Kon­ferenz-Tuto­r­i­al: OOP 2013, 21. Jan­u­ar 2013, 10:00 – 17:00 Uhr, München

Design Think­ing (DT) ist eine Tech­nik zur Entwick­lung bahn­brechen­der Inno­va­tio­nen. Entwick­ler und Man­ag­er ver­lassen ihr gewohntes ratio­nales Denken und begeben sich in eine neue Arbeits- und Denkkul­tur. Sie hin­ter­fra­gen schein­bar klare Fak­ten und Pro­jek­taufträge, fühlen sich in Men­schen und Prob­lem­si­t­u­a­tio­nen ein und gewin­nen völ­lig neue Ein­sicht­en über die eigentlichen Her­aus­forderun­gen und wirk­lich nutzbrin­gende Lösun­gen. In diesem ganztägi­gen Work­shop ler­nen Sie DT ken­nen, in dem Sie den Prozess und alle wichti­gen Arbeit­stech­niken anhand ein­er real­is­tis­chen Her­aus­forderung bear­beit­en.
Zielpub­likum: Alle
Voraus­set­zun­gen: Keine
Schwierigkeits­grad: Anfänger

Aus­führlichere Beschrei­bung:
Design Think­ing = erfind­erisches Denken, um neue Lösun­gen für kom­plexe Her­aus­forderun­gen zu find­en. Soft­ware ver­ste­ht sich als effiziente Lösung für eine bes­timmtes Prob­lem. Aber ist damit auch effek­tiv die zugrun­deliegende kom­plexe Her­aus­forderung gelöst? Design Think­ing (DT) hin­ter­fragt genau diesen Punkt: Haben wir die eigentliche Her­aus­forderung erfasst mit unser­er pro­gram­miertech­nis­chen Lösung? DT ori­en­tiert sich dabei an der Arbeit von Design­ern und stellt eine Kom­bi­na­tion aus Ver­ste­hen, Beobach­tung, Ideen­find­ung, Ver­feinerung, Aus­führung und, im Kern, Ler­nen da. Dies spiegelt sich im Ablauf wider: Die Meth­ode beste­ht aus sechs klar definierten Prozesss­chrit­ten. Deren Abfolge ist jedoch nicht streng lin­ear, im Gegen­teil. Ein wesentlich­er Aspekt von DT ist das iter­a­tive Vorge­hen, d.h. man kann und soll jed­erzeit ein oder mehrere Schritte vor und zurück­ge­hen, bis das Ergeb­nis „rund ist“. Dies bedeutet ins­beson­dere, dass durch die gefun­dene Lösung die Bedürfnisse und Moti­va­tio­nen der Men­schen, welche „am Ende“ die Anwen­der und Nutzer der jew­eili­gen Lösung sind, umfassend berück­sichtigt und ein­be­zo­gen wur­den. Der Work­shop begin­nt mit ein­er kurzen (30 Min.) the­o­retis­chen Ein­führung. Anschließend durch­laufen die Teil­nehmer bis zum Nach­mit­tag den kom­plet­ten DT-Prozess in Kle­in­grup­pen (je 4 Per­so­n­en) anhand ein­er real­is­tis­ch­er Her­aus­forderung bis hin zum Pro­to­typ­ing und Test­ing. Ggf. auch mit ein­er 2. Iter­a­tion.